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Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 20. Juni 2010 um 17:35 Uhr
Im Anschluss an das WAG-Turnier die Kür der "Seniors". Gemäß der Beteiligung der deutschen Vereine an der Qualifikation gab es allein eine Nominierung in der Kategorie Frauen Einzel. Und noch einmal hat Janka Daubner (SV Halle) den Sprung zur WM geschafft. Gemeinsam mit Lea Toran Jenner (SSV Ulm) vetrat sie erneut den DTB beim diesjährigen Jahreshöhepunkt. Unbestritten hat sie sich in den Wettkämpfen des ersten Halbjahres diese Teilnahme verdient, es bleibt aber die traurige Erkenntnis, dass es dem DTB und seinen Vereinen nicht gelingt, die nunmehr jahrelang herrschende Erstklassigkeit durch jüngere Athletinnen herauszufordern. Leider verliert der DTB gerade im Übergang zum Erwachsenenbereich gute Juniorinnen, die in die Fußstapfen von Janka treten könnten und in der Lage wären, der Entwicklung in der internationalen Aerobic zu folgen.
Es bedarf intensiver Ursachenforschung um diese Tatsache zu beleuchten und weitergehender Anstrengungen aller beteiligten Vereine, Trainer und Funktionäre, um zukünftig auch wieder international Zeichen zu setzen.
Der 40. und 41. Rang unserer Athletinnen in der diesjährigen WM ist daher nicht mit Hohn und Spott zu versehen, sondern als Signal zu verstehen, um mit großer Aufmerksamkeit auf zukünftige notwendige Veränderungen hinzuweisen. Es ist bewunderswert wie Janka ihr Level halten kann aber die Entwicklung ist rasanter vorangegangen, als dies nach so langer Zeit noch aufzufangen wäre. Lea hat sich bei ihrer ersten WM und im ersten Jahr bei den Seniorinnen bravourös geschlagen und hat mit ihren jungen Jahren durchaus die Zukunft auf ihrer Seite.
Eine Trainerin Janka Daubner wird ihre langjährige Erfahrung im Zusammenspiel der Kräfte weitergeben und Athletinnen wie Lea Toran Jenner, Isabell Piepiorra oder demnächst auch Annika Wehrhahn unterstützen. Doch hierzu müssen Strukturen geschaffen werden, Konzeptionen fern ab von eigensinnigem Vereinsdenken in Kraft treten und ein "wir"-Gefühl entwickelt werden, das allen Beobachtern den Eindruck vermittelt, dass es hier um die Sache und nicht um Profilierung geht.
Das TK Aerobic ist bereit die Weichen hierfür zu stellen. nach einer WM ist vor einer WM, wir haben 2 Jahre Zeit im Projekt "WM 2012" die erfreulichen Ansätze unserer Juniorinnen fortzuführen und auch im Erwachsenenbereich unseren jungen Athletinnen die Möglichkeiten zu eröffnen, wieder ins internationale Mittelfeld zu streben.
Michael Grabitz
Vorsitzender TK Aerobic
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 01. Juli 2010 um 09:48 Uhr